Ukraine, Kiew: Ein Mann geht vor einem Gebäude, das durch den Einschlag einer russischen Rakete zerstört wurde. (dpa)

Am 24. Februar hat die russische Armee die Ukraine angegriffen. Seitdem herrscht Krieg im zweitgrößten Staat Europas. Viele Menschen sind geflohen, doch noch mehr sind im Land geblieben. Wie erleben sie das, was dort passiert? Wir sprechen regelmäßig mit Menschen, die vor Ort sind.

Unsere Gesprächspartner

  • Andrej Pastuschenko ist gelernter Deutschlehrer und Verwalter auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in der Nähe der Hafenstadt Cherson am Schwarzen Meer.
  • Oxana Matiychuk ist Leiterin der “Ukrainisch-Deutschen Kulturgesellschaft Czernowitz” und Germanistin und Literaturwissenschaftlerin an der Universität Czernowitz.
  • Christoph Brumme ist ein deutscher Autor und Schriftsteller. Er lebt seit sechs Jahren in der Ukraine - in Poltava, einer Stadt rund 300 Kilometer entfernt von Kiew.
  • Lene Dej ist Korrespondentin der Abteilung für nationale Minderheiten des Ukrainischen Fernsehens. Sie lebt in Uschgorod an der ukrainisch-slowakischen Grenze.
  • Alexander Gross ist Synodepräsident der Deutsch Evangelisch Lutherischen Kirche der Ukraine. Er lebt im Süden der Ukraine, 35 Kilometer von der Millionenstadt Odessa am Schwarzen Meer entfernt.
  • Valentina Seluk ist Stadtführerin und Dolmetscherin in Odessa

Andrej Pastuschenko

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"Riesige Erleichterung, aber nicht sicher"

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Weitere Interviews:

12. Oktober: "Wir können nicht einfach aufhören"
Kühe melken - egal ob ein paar Kilometer weiter Raketen einschlagen ... Andrej Pastuschenko verwaltet einen landwirtschaftlichen Betrieb in der Ukraine in der Region Cherson. Er ist bereits kurz nach Ausbruch des Krieges geflohen, hält aber seitdem täglich Kontakt zu seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie alle versuchen den Betrieb am Laufen zu halten. Wie funktioniert das nach sieben Monaten Krieg? [mehr]

1. August: Hoffen auf Befreiung durch die ukrainische Armee
Seinen landwirtschaftlichen Betrieb in der Nähe von Cherson leitet Andrej Pastuschenko derzeit von außen per Telefon. Denn als er zu Beginn des Krieges seine Familie in Sicherheit brachte, wurde die Region von Russen besetzt. Alle seine Mitarbeiter und er selbst hoffen nun auf eine Befreiung durch die ukrainische Armee, denn unter ukrainischen Bedingungen sei alles viel besser gewesen, so Pastuschenko. [mehr]

2. Juni: "Die russische Regierung hat die Handynetze abgeschaltet"
Seit einigen Tagen hat Andrej Pastuschenko keinerlei Verbindungen mehr zu den Menschen auf seinem Hof in der Nähe von Cherson, sagt er. Die russische Regierung habe die Handynetze und das Internet in dem besetzten gebiet abgeschaltet.

4. Mai: "Ich will auch in der jetzigen Situation weiter in der Ukraine leben"
Andrej Pastuschenko versucht aus Europa seine Heimat, die Ukraine, nach Kräften zu unterstützen. Aber nach Tagen der Anstrengung kann er für das orthodoxe Osterfest für ein paar Tage seine Familie besuchen, die in Deutschland untergekommen ist. [mehr]

12. April: "Wenn man Glück hat, landet man nur im Krankenhaus"
Andrej Pastuschenko ist derzeit in Bratislava in der Slowakei, um Pick-ups für die Ukraine zu besorgen. [mehr]

1. April: "Ich musste mich beim Kriegskommissar anmelden"
Andrej Pastuschenko verwaltet eigentlich einen landwirtschaftlichen Betrieb in der Nähe der Hafenstadt Cherson am Schwarzen Meer. Wir haben mit ihm darüber gesprochen, wie der Krieg sein Leben verändert hat. [mehr]

Oxana Matiychuk

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„Pflichtgefühl ist eine große Hilfe“

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Weitere Interviews:

23. Juni: "Es ist eine Dauerbelastung ohnegleichen"
Vier Monate dauert der Angriff Russlands auf die Ukraine nun schon an. Die Menschen vor Ort gehen damit ganz unterschiedlich um, berichtet Oxana Matiychuk. [mehr]

19. Mai: "Es werden immer Lebensmittel, Hygieneartikel und Medikamente gebraucht"
Seit wenigen Wochen gibt es eine Städtepartnerschaft zwischen Düsseldorf und Czernowitz in der Ukraine. Und auch abseits dessen gibt es viel Unterstützung, sagt Oxana Matiychuk. Manche Dinge seien dennoch schwer zu bekommen im Krieg. [mehr]

9. Mai: "Man kann das auf Dauer kaum aushalten"
Czernowitz liegt in der einzigen Region in der Ukraine, die bislang noch nicht angegriffen wurde. Das sei fast unheimlich, sagt Oxana Matiychuk, die dort an der Uni lehrt. Der Angriff sei wohl nur noch eine Frage der Zeit, meint sie. [mehr]

2. Mai: "Es ist nichts mehr wie früher"
Der Krieg habe das Leben aller Menschen in der Ukraine verändert, sagt Oxana Matiychuk, Leiterin der Ukrainisch-Deutschen Kulturgesellschaft Czernowitz - egal, ob sie in umkämpften Gebieten leben oder nicht. [mehr]

25. April: Ostern im Krieg - "Die Stimmung war trotz allem feierlich"
Auch in Czernowitz wurde das orthodoxe Osterfest so gut gefeiert, wie das in Kriegszeiten eben möglich ist. Oxana Matiychuk berichtet, wie sie es erlebt hat. [mehr]

11. April: "Man verabschiedet sich von den Gefallenen"
Czernowitz ist eine von zwei Regionen in der Ukraine, die noch nicht von russischen Truppen angegriffen wurde. Dennoch kämpfen Männer von dort in anderen Teilen des Landes im Krieg, sagt Oxana Matiychuk. Fast täglich würden die Zurückgebliebenen von Gefallenen lesen. [mehr]

4. April: Musik und Studium unter Trümmern
Jeden Montag sprechen wir mit Oxana Matiychuk, der Leiterin der Ukrainisch-Deutschen Kulturgesellschaft im ukrainischen Czernowitz. Trotz aller Widrigkeiten versucht man dort, ein kulturelles und wissenschaftliches Angebot am Leben zu erhalten. [mehr]

Christoph Brumme

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"Es ist doch eher ein permanenter Ausnahmezustand"

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Weitere Interviews:

7. Juni 2022: "Es ist doch eher ein permanenter Ausnahmezustand" Der in Poltava lebende Christoph Brumme hat nun ein Buch herausgegeben, dass über den Krieg in der Ukraine berichtet und sagt darüber: "Das Schreiben hilft die Ereignisse zu bewältigen und sich dadurch Mut zu machen."

28. April 2022: "Man hofft das Beste und kämpft weiter"
In Poltava kehre so langsam wieder so etwas wie Alltag ein, sagt Christoph Brumme: "Wenn man nicht wüsste dass Krieg ist, könnte man hier durch die Stadt gehen und würde das gar nicht glauben." [mehr]

22. April: "Ständig ist Luftalarm
In Poltava wird derzeit nicht gekämpft, doch die Fronten seien nur ein bis zwei Autostunden entfernt, sagt Christoph Brumme. Und täglich treffe er Menschen, die direkt vom Krieg betroffen seien. [mehr]

1. April: "Es geht um die reine Existenz"
Trotz des Krieges ist der deutsche Schriftsteller Christoph Brumme in der Ukraine geblieben. Wir haben mit ihm über das Leben dort gesprochen. [mehr]

Lene Dej

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"Wir leben von den Vorräten, die wir haben"

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Weitere Interviews:

21. April: "Die Menschen haben Sehnsucht nach ihrem Leben"
Lene Dej berichtet, warum Menschen nach dem Abzug der Truppen aus der Region Kiew dorthin zurückkehren, obwohl es Warnungen vor Minen gibt - und wie das orthodoxe Osterfest dieses Jahr aussehen wird. [mehr]

6. April: "Wir träumen alle davon, dass diese grausame Zeit zu einem Ende kommt
Mehr als einen Monat herrscht jetzt Krieg in ihrer Heimat. Was macht das mit den Menschen vor Ort? [mehr]

Alexander Gross

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"Das wird noch Monate und Monate dauern"

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5. Mai: "Wir haben ein paar gute Schritte Richtung Normalität gemacht"
Das Leben in der Nähe von Odessa ist weiterhin schwer. Aber es gibt auch positive Entwicklungen. [mehr]

4. April: "Menschen kämpfen für Brot"
Alexander Gross erzählt, wie schwer es ist, Lebensmittel zu kaufen. [mehr]

Valentina Seluk

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"Das macht mich kaputt"

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