Sara Bhatti und Rapper SchwrzVyce

Wie steht es um die Presse- und Meinungsfreiheit? Schlecht, meint der Rapper SchwrzVyce. Er hat mit dem Song "Fake News Media" eine Art Soundtrack zur "Querdenken"-Bewegung geschrieben und behauptet: "Die Meinungs- und Pressefreiheit existiert nicht mehr." Ein Fall für "Echt jetzt?", die neue Streitsendung in hr-iNFO.

Ob Impf-Pflicht, gendergerechte Sprache oder Meinungsfreiheit – es gibt viele Themen, die gesellschaftlich umstritten sind. Und es gibt auch jede Menge Möglichkeiten, seine Meinung zu äußern – vor allem in den sozialen Medien. Die eigenen Follower belohnen das dann mit einem Klick auf den "Gefällt mir"-Button und hauen einem verbal auf die Schulter. Die anderen halten - oft entrüstet - dagegen oder fangen gleich an zu schimpfen und zu beleidigen.

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Zum Artikel Echt jetzt? Überzeug mich in 18 Minuten! (Folge I) Rapper "SchwrzVyce" und wie frei sind die Medien?

Sara Bhatti und Rapper SchwrzVyce
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Viel Emotion, viel Aufregung - aber Meinungen austauschen, über Argumente und auch deren Tauglichkeit reden? Eher selten. Das kommt Ihnen bekannt vor? Uns auch. Mit unserem neuen Format "Echt jetzt? Überzeug mich in 18 Minuten" wollen wir das ändern. Wir wollen reden, nein, wir wollen sogar streiten – aber nicht übereinander, sondern miteinander: Zwei Personen mit zwei Meinungen gemeinsam in einem Gespräch.

Weil wir überzeugt sind, dass miteinander streiten wichtig für eine Demokratie ist. Weil wir aber auch daran glauben, dass zum Bilden einer eigenen Meinung eine Streitkultur gehört, in der man erstmal einander zuhört und die andere Meinung respektiert, ernst nimmt, auch wenn man sie nicht teilt. Um dann entweder bei der eigenen Meinung zu bleiben oder sich vielleicht doch von dem ein oder anderen Gegenargument überzeugen zu lassen. Das ist das Ziel von "Echt jetzt?".

SchwrzVyce: "Die Meinungs- und Pressefreiheit existiert nicht mehr"

Sie, also die Hörerinnen und Hörer, sollen die Möglichkeit haben, kontroverse Argumente zu hören und sich dann selbst ein Bild zu machen. Deshalb wollen wir nicht nur Meinungen und Argumente austauschen, sondern noch einen Schritt weiter gehen. Wir wollen Meinungen und Haltungen auch hinterfragen. Wie überzeugend sind die vorgebrachten Argumente? Wie sehr halten sie Gegenargumenten stand? Wo kommen die Argumente her? Beruhen sie auf Fakten oder auf "fakes"? Was wird bloß behauptet, was lässt sich belegen? Denn: Jede Meinung muss auch aushalten, hinterfragt zu werden.

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Rapper SchwrzVyce

SchwrzVyce hat mit "Fake News Media" eine Art Soundtrack für die "Querdenken"-Bewegung geschrieben. In dem Song wirft der Rapper aus Hessen den Medien vor, keine objektive Berichterstattung zu betreiben. Regelmäßig tritt er auf Demos auf und performt seinen Hit live.

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"Die Meinungs- und Pressefreiheit existiert nicht mehr", behauptet zum Beispiel der Rapper SchwrzVyce. Stimmt nicht, meint dagegen hr-iNFO-Redakteurin Sara Bhatti. 18 Minuten haben die beiden Zeit für die kontroverse Debatte. 18 Minuten – ungeschnitten, ungekürzt. Dazu kommt ein Faktencheck, der in jeder Folge die zentralen Argumente prüft. Und dann sind Sie dran: Wir sind sehr daran interessiert zu erfahren, was Sie über das Gehörte denken. Was Sie überzeugt hat, was nicht. Deshalb gehört zu jeder Folge auch die Möglichkeit, die Sendung und den Inhalt zu kommentieren.

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Sara Bhatti

Sara Bhatti arbeitet als freie Hörfunk- und Fernseh-Autorin für den Bereich Politik. Sie findet es wichtig, verschiedene Meinungen zu Wort kommen zu lassen und sagt: "Wir sollten in unserer Gesellschaft wieder anfangen, aus vollem Herzen miteinander zu diskutieren, anstatt immer tiefere Gräben zu ziehen."

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Ihre Kommentare Wer hat Sie überzeugt?

99 Kommentare

  • Mich hat ganz klar Sara Bhatti überzeugt. Das war allerdings vorhersehbar, da ich die gleiche Meinung habe wie sie. Sie hat allerdings in Ruhe, Sachlichkeit und Wissen voll überzeugt. Ihr gegenüber konnte in keinster weise überzeugen, hat eigentlich wie alle seiner Glaubensbrüder nur vage und unbelegte Behauptungen von sich gegeben und man merkte, dass ihm das nötige Hintergrundwissen fehlte.

  • Ein spannendes Format, dem ich gern zugehört habe. Es ist schön, dass man in einem Gespräch Argumente austauschen kann und zur Abwechslung ganz ruhig und sachlich miteinander gesprochen wird. Das rückt auch die Demonstranten in ein besseres Licht. Fr. Bhatti hatte hier im Endeffekt die klügeren Argumente, trotzdem ist man freundlich und offen miteinander umgegangen. Danke dafür.
    Ansonsten stimme ich vielen Kommentatoren hier zu und finde auch den Austausch interessant.

    Ich stimme @Sören sehr zu und auch @Caren.
    @Karin Springer - Frau Bhatti hat einen Master in Politik und Geschichte (siehe Google !) - und kennt sich daher sicherlich besser in diesem Feld aus als Sie, aber auf jeden Fall als der Rapper. Wie man hinten im Faktencheck gehört hat, geht die genaue Ziffer der eingeschränkten Grundrechte auseinander. Die Frage ist doch eine völlige Farce des Gegenübers, der die Frage selbst auch nicht beantworten kann. Das war doch völlig klar zu erkennen und zu durchschauen.

  • Chapeau Frau Bhatti, meiner Meinung haben Sie den Herrn entlarvt als das, was er ist: Einer, der im Kern nichts zu sagen hat, nichts belegen kann, aber opportunistisch genug, um mit der Querdenkenbewegung Reibach zu machen. Die Frage nach der Anzahl der eingeschränkten Grundrechte ist geradezu lächerlich - er kann sie ja selbst nicht beantworten. Gegenfrage: Wieviele Grundrechte gibt es denn überhaupt? Erst wenn ich das weiß, kann ich doch bewerten, wie stark ich eingeschränkt werde.
    Ich habe jedenfalls direkt die Sendung abonniert, es gefällt mir, wenn der Gast nicht einfach nur unwidersprochen seine Thesen verbreiten darf.

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