Bundeswehr-Soldaten im Irak
Die Bundeswehr hat in Syrien keine Bodentruppen im Einsatz - nocht nicht?! Bild © picture-alliance/dpa

Die Bundeswehr engagiert sich seit dreieinhalb Jahren im Kampf gegen die Terrormiliz IS in Syrien. Im Oktober läuft das Mandat aus. Geht es nach den USA, schickt Deutschland danach auch Bodentruppen in die Region.

Es waren die Terroranschläge von Paris im November 2015, die damals der Anlass waren. Da hat die Bundesregierung entschieden, dass sich Deutschland am Kampf der internationalen Koalition gegen die Terrormiliz IS in Syrien beteiligen sollte. Der Bundestag beschloss den Einsatz damals mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD gegen einige Bedenken, dass es kein ausdrückliches Mandat der Vereinten Nationen gab.

Seit gut dreieinhalb Jahren ist die Bundeswehr nun in der Region präsent – allerdings, laut Bundestagsbeschluss, nicht mit Truppen auf syrischem Boden. Die Bundeswehr operiert in der Luft. Vom benachbarten Jordanien aus starten Tornado-Aufklärungsjets, um Fotos und Daten über die Lage auf syrischem Gebiet zu liefern. Ein Airbus-Tankflugzeug stieg schon mehr als 1.000 Mal auf und versorgte in der Luft andere Maschinen der Anti-IS-Allianz mit Treibstoff.

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In Berlin herrscht Skepsis

Zu den Lufteinsätzen von Jordanien aus kommt noch eine deutsche Mission im Irak. Dort sind Ausbilder der Bundewehr im Einsatz, um Führungskräfte der irakischen Armee zu schulen. Insgesamt sind heute rund 400 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr an den Missionen in der Region beteiligt. Das aktuelle Mandat läuft bis Ende Oktober. Ob es verlängert wird, ist offen.

Außenminister Heiko Maas (CDU) deutete kürzlich bei einem Besuch in der Region an, die Bunderegierung könne sich eine Verlängerung vorstellen. Von der amerikanischen Anfrage nach deutschen Soldaten auf syrischem Boden war da noch keine Rede. Die Stimmen dazu sind in Berlin eher skeptisch bis ablehnend.

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