Starlink

Wie eine rasende Perlenschnur am Himmel waren in den vergangenen Tagen die Satelliten der "Starlink"-Flotte über Hessen zu sehen. Das Projekt von SpaceX-Gründer Elon Musk soll schnelle Internetverbindungen auf der ganzen Welt bereitstellen. Doch Astronomen sind genervt. In der neuen Folge von WeltraumWagner geht es um beide Seiten des kosmischen Internetprojektes.

Eine rasende "Perlenschnur" aus leuchtenden Punkten am Himmel über Hessen: Wenn Sie in den vergangenen Tagen auch so etwas beobachtet haben, waren es wahrscheinlich Satelliten der "Starlink"-Flotte von SpaceX-Gründer Elon Musk. Nach dem jüngsten Start waren die neuen Satelliten kurz nach dem Aussetzen von der Trägerrakete besonders deutlich zu sehen.

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Weltraumwagner: Dirk Wagner udn Oliver Günther
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Schnelles Internet überall auf der Erde

Jeweils 60 Stück werden bei einem  Flug auf einmal in eine niedrige Erdumlaufbahn befördert, von dort aus steuern sie mit eigenen Antrieben auf ihre endgültige Bahn in rund 550 Kilometern Höhe. Inzwischen sind mehr als 400 dieser Satelliten im All. Bis "Starlink" komplett aufgebaut ist, sollen es etwa 12.000 werden. Das sind mehr Satelliten, als gerade insgesamt um unseren Planeten kreisen.

Mit dieser gigantischen Flotte sollen schnelle Internetverbindungen überall auf der Erde bereitgestellt werden, ohne größere Infrastruktur am Boden. Das ist vor allem für Regionen interessant, die bislang komplett von einer Internetversorgung abgeschnitten sind. Geht alles nach Plan, könnten noch in diesem Jahr die ersten Dienste angeboten werden.

Lichtverschmutzung und Weltraumschrott

Was die einen als faszinierende Präzision im All feiern, ist für andere ein Ärgernis. Astronomen beklagen, dass ihre Beobachtungen von so vielen Satelliten zunichte gemacht werden. Fliegt ein Satellit während einer Aufnahme durchs Bild, ist er als langer Strich auf dem Bild zu sehen. Das weiß auch "Starlink" und verspricht, bei künftigen Satelliten eine Art Sonnenschirm anzubringen, damit sie weniger Licht zum Boden reflektieren. Außerdem sollen sie auf ihrer endgültigen Bahn ohnehin weniger gut zu sehen sein.

Wie wirksam das ist, muss sich allerdings noch zeigen. Abgesehen davon gibt es das Problem Weltraumschrott. Deutlich mehr Satelliten auf einer bestimmten Umlaufbahn erhöhen das potenzielle Kollisionsrisiko, vor allem sobald einer von ihnen außer Kontrolle gerät.

Weitere Informationen

 Hier kann man ausrechnen lassen, wann die Starlink-Satelliten über dem  eigenen Standort sichtbar sind.

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