Mann raucht auf einem Liegestuhl im Park
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In Straßburg gilt ab Sonntag ein Rauchverbot in öffentlichen Parks und Stadtwäldern. Ziel sei es, die Nikotinsucht weiter einzudämmen. Außerdem soll die Zahl der umweltschädlichen Zigarettenstummel in Parks reduziert werden.

In der Natur dauere es zwölf Jahre, bis ein Stummel komplett abgebaut sei, teilte die Stadt mit. Bis dahin könne er 500 Liter Trinkwasser ungenießbar machen. Das Verbot soll im Sommer nach und nach eingeführt werden. Schilder am Rande der Parks sollen Raucher über das Verbot informieren. Auch neue Aschenbecher sind geplant. Ab 2019 könnten bei Verstößen auch Geldstrafen fällig werden, teilte die Stadt mit. Darüber werde noch entschieden.

Straßburg ist die erste größere Stadt in Frankreich, die ein solches Rauchverbot in Parks verhängt. Die elsässische Stadt folgt damit dem Beispiel von New York, das bereits seit 2011 das Rauchen in seinen Grünflächen verbietet.
Schon 2015 war Straßburg Vorreiter und untersagte Zigaretten auf Spielplätzen. Inzwischen gilt dieses Verbot landesweit. Auch einige deutsche Kommunen haben Glimmstängel von Spielplätzen verbannt.

Das neue Straßburger Rauchverbot unter dem Motto "Parks ohne Tabak" wurde zusammen mit der Krebsliga erarbeitet und seit Ende des vergangenen Jahres im zwölf Hektar großen Park der Citadelle getestet. Rauchen ist ab Sonntag zunächst in den sechs großen Parks der Stadt untersagt, später wird das Verbot auf alle öffentlichen Grünflächen ausgeweitet.

Sendung: hr-iNFO, 26.6.2018, 16:00 Uhr

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