Weltraumwagner

Astronomie zum Anfassen bieten unser Raumfahrt-Experte Dirk Wagner und Redakteur Oliver Günther jetzt einmal monatlich in ihrem neuen Podcast. Worum geht's genau? Und wie kam es überhaupt dazu? Wir haben mit den beiden gesprochen.

Wie kam dieses gemeinsame Projekt zustande?

Dirk Wagner: Wir kennen uns schon seit fast 20 Jahren, haben in verschiedenen Konstellationen im hr zusammengearbeitet, sind lange befreundet und sogar mal gemeinsam zu einem Luft- und Raumfahrtkongress gefahren. Dabei haben wir uns immer wieder über das Thema unterhalten.

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Oliver Günther: Über die Jahre haben wir eine bestimmte Form des Umgangs miteinander entwickelt. Wir ziehen uns gerne gegenseitig ein bisschen auf, aber immer mit viel Spaß und Freude. Sprich: Mit Dirk was zusammen zu machen, ist für mich eigentlich immer mehr als nur Arbeit.

Wer übernimmt welche Rolle bei "Weltraumwagner"?

Dirk Wagner: Da Oli in seiner ihm eigenen Art immer gute und kritisch-tiefgründige Fragen gestellt hat, dachten wir irgendwann: 'Das müssen wir vertonen! Ich interessiere mich ja schon für das Thema, seit ich denken kann, habe Raumfahrtkongresse besucht, war bei einem der letzten Space-Shuttle-Starts dabei und habe Missionen im europäischen Weltraumkontrollzentrum in Darmstadt verfolgt. Wovon ich Oli natürlich immer ungefragt und ausführlich berichtet habe.

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Exklusiv aus Dirk Wagners Space-Keller: "WeltraumWagner" als Video gibt's hier.

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Oliver Günther: Dirk hat ja total viel Ahnung von Raumfahrt. Der weiß fast alles, ich dagegen bin totaler Laie. Aber Raumfahrt, Weltall, das finde ich schon – um es mit Mr. Spock zu sagen – faszinierend. Ich lese auch sehr gerne Science-Fiction-Literatur, finde dieses an Grenzen gehen super interessant. Aber vor allem höre ich sehr gerne zu, wenn Dirk über Raumfahrt spricht, weil er einfach super gut erklären kann und mich immer wieder mit seiner Leidenschaft und seiner Begeisterung mitreißt. Und am Ende weiß ich immer etwas, wovon ich vorher nicht gar wusste, dass ich es wissen wollte.

Wie unterscheidet sich die Arbeit an einem Podcast von der an einer "klassischen" Radio-Reportage, Beitrag oder Feature?

Oliver Günther: Ich finde die Trennung immer ein bisschen künstlich. Podcast bedeutet im Unterschied zum Radio erst mal, dass man die Möglichkeit hat, sich etwas anzuhören, wenn man es anhören möchte – und nicht dann, wenn es gesendet wird. Sprich: Bei einem Podcast entscheiden sich die Leute bewusst dafür, sich etwas anhören zu wollen. Das kann ein Thema sein – wie in unserem Fall die Raumfahrt, das kann auch eine bestimmte Anmutung sein. Der größte Unterscheid ist wahrscheinlich, dass ein Podcast nicht in ein Sendekonzept eingebunden ist, mit Nachrichten zu bestimmten Uhrzeiten und so auch keiner strengen zeitlichen Begrenzung unterliegt. Dirk und ich reden einfach so lange über ein Thema, bis wir denken, wir haben alle Aspekte - oder so lange, wie wir Lust haben, darüber zu reden.

Wie ist "WeltraumWagner" aufgebaut und geplant?

Dirk Wagner: Die Folgen sind zwischen etwa 20 und 40 Minuten lang, eben immer so lange, bis wir denken, alle Fragen zu einem Thema sind beantwortet. Dabei stellt Oli meistens die Fragen und ich antworte. Es gibt immer eine Leitfrage, an der wir uns entlang hangeln.

Oliver Günther: Dann haben wir noch die Rubrik "Olis Besserwisser-Frage". Da versuche ich immer wieder auf unsympathisch-besserwisserische Art auszuloten, ob Dirks unendliches Wissen nicht doch seine Grenzen hat. Ich glaube, da werden wir aber auch immer wieder den einen oder anderen auch inhaltlich interessanten Akzent setzen, sozusagen kleinere, exotische Planeten des Wagnerschen Weltraum-Kosmos ansteuern, die ich besonders verlockend finde. Und natürlich nehmen wir auch gerne Anregungen und Fragen von den Leuten "draußen" entgegen. Für solche Nutzerfragen wird auch genug Platz sein.

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Das Interview führte Christian Arndt.

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Sendung: hr-iNFO Wissenswert, 24.9.2019, 20:35 Uhr

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