Rentner
Rentner Bild © picture-alliance/dpa

Der Bundestag hat am Donnerstag ein Rentenpaket beschlossen. hr-iNFO hat die wichtigsten Neuerungen kompakt zusammengetragen.

Die doppelte Haltelinie

Die Regierung gibt gleich eine doppelte Garantie bis zum Jahr 2025:

  • Das Rentenniveau darf nicht unter den derzeitigen Wert von 48 Prozent bezogen auf den Durchschnittslohn sinken. Das heißt, die Renten werden bis dahin mindestens genauso stark steigen wie der Durchschnitt der Löhne.
  • Der Beitrag zur Rentenversicherung darf im selben Zeitraum nicht über zwanzig Prozent steigen. Derzeit liegt er bei 18,6 Prozent.

Die Mütterrente

Der kostspieligste Teil des Paketes: Eltern erhalten ein weiteres halbes Jahr Kindererziehungszeit angerechnet, wenn ihr Kind vor 1992 geboren wurde. Das macht circa 16 Euro mehr Rente im Monat. zusätzliche Ausgaben für die Rentenversicherung: rund 3,8 Milliarden Euro pro Jahr.

Besserstellung von Frührentnern

Wer nach Krankheit oder Unfall nicht mehr arbeiten kann, wird besser abgesichert. Neue Frührentner werden bei der Berechnung der sogenannten Erwerbsminderungsrente so behandelt, als hätten sie bis zum regulären Renteneintrittsalter gearbeitet.

Entlastung für Geringverdiener

Rund 3,5 Millionen Bürger sollen von geringeren Sozialabgaben profitieren. Künftig werden erst ab einem Monatseinkommen von 1.300 Euro die vollen Beiträge zur Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung fällig. Die verringerten Rentenbeiträge führen aber nicht zu geringeren Rentenansprüchen. Was kostet das bis 2025? Etwa 31 Milliarden Euro - getragen vom Staat und von den Beitragszahlern der Rentenversicherung.

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Sendung: hr-iNFO, 8.11.2018, 12:40 Uhr

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