Witz, Frauen

Haben Sie heute schon gelacht? Falls nicht, sollten sie das schleunigst nachholen. Denn durch Lachen kann man sich selbst ziemlich gut draufbringen. Wir erklären, warum das so ist.

Warum macht Lachen glücklich?

Unter anderem, weil beim Lachen in uns das Glückshormon Serotonin freigesetzt wird. Außerdem entstehen vermehrt Endorphine, die uns euphorisch werden lassen – und damit können wir auch andere anstecken. Das liegt wiederum an den Spiegelneuronen im Gehirn. Diese Zellen werden etwa aktiv, wenn wir Bewegungen anderer beobachten oder wenn wir Geräusche hören, die mit Bewegung zusammenhängen. Die Spiegelneuronen spiegeln dieses Erlebnis dann sozusagen in den eigenen Körper hinein und regen ihn zur Nachahmung an – und das besonders bei positiven Bewegungen und Geräuschen wie eben dem Lachen.

Lachen soll ja auch gesund machen. Stimmt das?

Ja, denn Lachen ist Ganzkörpertraining. Über 100 Muskeln sind daran beteiligt, wenn wir lachen. Die Folge ist: Wir atmen tiefer als sonst, der Körper wird also mit mehr Sauerstoff versorgt, Stoffwechselprozesse und Herz-Kreislauf-Vorgänge werden angeregt, die Muskeln werden entspannt, die Produktion von Stresshormonen wird abgebremst und nicht zuletzt werden Heilungs- und Abwehrprozesse unterstützt.

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World Smile Day

Am 1. Oktober ist World Smile Day. Er geht zurück auf die Initiative von Harvey Ball, einem Werbegrafiker aus den USA, der 1963 den Smiley erfand. Am World Smile Day soll jeder Mensch auf der Welt mindestens einen anderen Menschen zum Lächeln bringen.

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Wenn Lachen so gesund ist, woher kommt dann die Redewendung "Ich lach' mich tot"?

Es gibt durchaus Hinweise auf tödliche Lachanfälle. Allerdings waren die Betroffenen wohl schon vorher anderweitig ernsthaft erkrankt, sodass es überhaupt erst zum Herzstillstand oder zum Ersticken durch heftiges Lachen kommen konnte. Das passiert aber sehr selten, viele Berichte sind auch eher Legenden.

Die Redewendung "Ich lache mich tot" hat damit wohl auch nichts zu tun. Sie nimmt eher humoristisch-überspitzend darauf Bezug, dass Lachen eben viele Muskeln im Körper stimuliert – und dass das bei langem Lachen schmerzhaft werden kann.

Können Tiere eigentlich auch lachen?

Ja, wenngleich nicht alle Tiere lachen. Das muss sich auch übrigens nicht wie ein "Ha ha ha" anhören. Bei Schimpansen klingt das Lachen eher wie ein Keuchen. Wer auch lacht, sind Ratten: Wenn die junge Tiere miteinander spielen, stoßen sie in schneller Folge ganz hohe Pfeiftöne aus, die wir Menschen nicht hören können.

Außerdem gibt es Tiere, deren Name nahelegt, dass sie lachen können. Der lachende Hans zum Beispiel, ein großer Eisvogel aus Australien. Er gibt aber nur Töne von sich, die an ein Lachen erinnern, aber kein Lachen sind.

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Audioseite So klingt der "lachende Hans"

Präparat eines Kookaburra, auch "lachender Hans" genannt
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Gibt es einen Tipp für Menschen, die heute noch nicht gelacht haben?

Ja, und zwar einen Bleistift quer zwischen die Zähne stecken. Das mag seltsam klingen, schlägt aber den Bogen zurück zu den Spiegelneuronen: Stichwort ist die Facial-Feedback-Hypothese, die besagt, dass die Bewegung bestimmter Gesichtsmuskeln unser emotionales Erleben beeinflusst. Das geht zurück auf den Sozialpsychologen Fritz Strack. Er ließ Menschen einen Stift in den Mund nehmen und das führte zu einem unbewussten Lächeln – und plötzlich fanden sie bestimmte Comics viel lustiger als vorher. Funktioniert vielleicht auch bei dem einen oder anderen deutschen Comedian.

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