Ein indischer paramilitärischer Soldat feuert bei einem Protest in Kaschmir eine Tränengasgranate ab.

Die Spannungen zwischen den verfeindeten Atommächten Indien und Pakistan haben sich in den vergangenen Tagen zugespitzt. An der Grenzlinie in Kaschmir fielen Schüsse. hr-iNFO wirft einen Blick auf die historische Entwicklung des Konflikts.

Seit ihrer Unabhängigkeit im Jahr 1947 streiten Pakistan und Indien um Kaschmir. Die Mehrheit der Bevölkerung in der Region sind Muslime, doch der damals hinduistische Herrscher entschied sich für einen Anschluss an Indien.

Seitdem haben Pakistan und Indien bereits zwei Kriege um Kaschmir geführt. Bei einem von den Vereinten Nationen vermittelten Waffenstillstand wurde 1971 eine Linie, die sogenannte "Line of Control" festgelegt, die den pakistanischen und den indischen Teil Kaschmirs abgrenzt. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen.

Pakistan will nichts von Terror-Camps wissen

Die Unabhängigkeitsbewegung im indischen Teil der Konfliktregion wird von Terrororganisationen unterstützt, die ihre Basis in Pakistan haben. Deshalb macht die indische Regierung auch Pakistan für Anschläge auf indischem Boden mitverantwortlich. Die Regierung in Islamabad bestreitet die Existenz solcher Terror-Camps.

Die muslimische Bevölkerung im indischen Teil Kaschmirs protestiert regelmäßig gegen die massive Militärpräsenz. Demonstrationen werden von den indischen Sicherheitskräften brutal niedergeschlagen. Die Vereinten Nationen warfen der indischen Regierung vor, mit unverhältnismäßiger Härte gegen die Bevölkerung vorzugehen.

Sendung: hr-iNFO, 01.03.2019, 6.40 Uhr

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