Es war eine breite Bürgerbewegung, die am 9. November 1989 die Mauer zu Fall brachte. Mut, Wut und die Hoffnung auf mehr Freiheit trieb die DDR-Bürger. Dem erfolgreichen Umbruch folgte Ernüchterung.

Die neue Ordnung war für den Einzelnen zum Teil brutal und brachte Arbeitslosigkeit, Anpassung, Wegzug. Im Westen blieb dagegen alles scheinbar so wie vor der Wende.

Die Mauer ist weg, aber gibt es so etwas wie eine gemeinsame Identität? "Die Ostdeutschen" wurden aus soziologischer Sicht zu "den Anderen". Der Identitäts-Graben zwischen Ost und West trennt auch noch Teile der Generation, die erst nach dem Mauerfall geboren wurde. Welche Rolle spielt dabei die dominierende westdeutsche Perspektive? Wie blickt die Soziologie auf deutsche Identität?

Literaturtipp:
Sabine Rennefanz: Eisenkinder: Die stille Wut der Wendegeneration, 2013

Jetzt im Programm