Mathe macht glücklich, auch an Ostern! Professor Albrecht Beutelspacher, Direktor des Mathematikums in Gießen, kann dazu wunderbare Geschichten erzählen.

Zum Beispiel die des Pfarrers und Rechenmeisters Michael Stifel, der von den Wogen der Reformation mitgerissen wurde und Halt, Orientierung und Lebensfreude in der Mathematik fand. Am 19. April jährt sich sein Todestag zum 450. Mal. Stifel gehörte zu den wichtigsten Mathematikern des 16. Jahrhunderts. Er war der Erste, der keine Scheu hatte, mit negativen Zahlen zu rechnen.

Zunächst aber führte ihn sein Faible für Zahlen ins Unglück: Er las die Bibel mathematisch, ordnete Wörtern und Sätzen Zahlen zu und gelangte so zu der Überzeugung, dass am 19. Oktober 1533 morgens um 8:00 Uhr die Welt untergehen würde. Auch Martin Luther konnte ihn nicht von dieser Überzeugung abbringen. Stifels Gemeinde erwartete den Weltuntergang  gemeinsam in der Kirche. Als nichts geschah, geriet Stifel in eine schwere Lebenskrise und entdeckte die Mathematik als Wissenschaft für sich neu.

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