Das Cello rettete ihr Leben: Anita Lasker-Wallfisch erwähnte bei der Ankunft im KZ Auschwitz beiläufig, dass sie Cello spiele. Ein Instrument, das dringend gebraucht wurde im Mädchen-Orchester von Auschwitz.

Das Orchester hatte unter anderem die Aufgabe, Märsche zu spielen, wenn die Inhaftierten zur Arbeit getrieben wurden. Die Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945 bedeutete für Anita noch nicht das Ende der Tortur: Während die Rote Armee näher rückte, verlegten die Nationalsozialisten das Orchester nach Bergen-Belsen in der Nähe von Celle. "In Belsen ist man einfach krepiert", erinnert sich Anita Lasker-Wallfisch. Am 15. April befreiten britische Soldaten auch dieses Lager.

Wissenswert geht in dieser Sendung der Frage nach, ob und wie Musik und überhaupt jede Form der Kultur zum Überleben eines Menschen in unmenschlichen Verhältnissen beitragen kann. Auch die Kinderoper "Brundibar" spielte in Theresienstadt eine wichtige Rolle - Musik als ein Lebenselixier? Anita Lasker–Wallfisch hat die Musik ihr Leben lang begleitet. Sie machte das Cello-Spiel zu ihrem Beruf und wurde Mitbegründerin des English Chamber Orchestra. Sie ist heute 90 Jahre alt und lebt in London.

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