26. September 1980: Auf dem Münchner Oktoberfest explodiert eine Bombe. Dreizehn Menschen sterben, über 200 werden verletzt. Als die Ermittlungen zwei Jahre später eingestellt werden und der von der Explosion zerrissene Student Gundolf Köhler zum alleinigen Täter erklärt wird, erscheint das vielen schon damals höchst fragwürdig.

Der Bombenleger gehörte zur Neonazi-Szene rund um die Wehrsportgruppe Hoffmann. 2013, rund 30 Jahre später eröffnet der amtierende Generalbundesanwalt Harald Runge das Ermittlungsverfahren erneut – ein Novum in der Geschichte der Bundesrepublik. Zu erdrückend ist die Fülle an Indizien und Fakten, die u.a. der ARD-Journalist Ulrich Chaussy und der Opferanwalt Werner Dietrich zusammengetragen haben. Viele Fragen sind bis heute ungeklärt: Welche Rolle spielte der Verfassungsschutz? Wer waren Köhlers Mit­wisser oder Mittäter?

Michaela Wunderle beschreibt in hr-iNFO Wissenswert die beharrliche Suche nach der Wahrheit. Aber: Beweismaterial und Unterlagen sind verschwunden oder vernichtet worden, manches wird vielleicht nie mehr geklärt werden können.

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