Der 27. Januar ist ein 'Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus', aber dieses Gedenken ist nach wie vor ganz erstaunlich lückenhaft.

Nur wenige wissen zum Beispiel, dass es in Frankfurt am Main eine KZ-Außenstelle, das 'KZ Katzbach' gab. Das Durchschnittsalter der Zwangsarbeiter, die nach Frankfurt deportiert wurden, war gerade einmal zwanzig Jahre. Kaum einer von ihnen überlebte. Bis heute erinnert nur eine Gedenktafel an ihr Schicksal, der Plan, in den ehemaligen Adlerwerken eine Gedenk- und Bildungsstätte einzurichten, kommt nur stockend voran. Riccardo Mastrocola hat sich auf Spurensuche begeben.

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Erinnern, Erforschen, die Wahrnehmung schärfen: Zu Gast im Studio ist ein Wissenschaftler, der sich immer wieder aus überraschenden Perspektiven mit dem Thema Erinnerungskultur auseinandersetzt. Der israelisch/britisch/deutsche Kultur- und Politikwissenschaftler Dr. David Ranan, Fellow am Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin, möchte den Gedenktag nutzen, um uns für unseren Umgang miteinander zu sensibilisieren.

Im Gespräch mit hr-iNFO-Wissenschaftsredakteurin Regina Oehler sagt er: " Wie ändert sich unsere Sprache heute? Sprachänderungen machen es leichter, weg zu schauen. Wenn jemand in meiner Straße 'abgeschoben' wird, dann schaue ich nicht hin."

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Buchtipp:
David Ranan: Muslimischer Antisemitismus – Eine Gefahr für den gesellschaftlichen Frieden in Deutschland? ISBN 978-8012-0524-9, Dietz-Verlag 2018, 19,90 Euro.

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Veranstaltungstipp:
Adler.Werke.Katzbach - Szenische Lesung am Mittwoch, den 30. Januar 2019 von 19.30 bis 21.00 Uhr im Haus am Dom, Eintritt 10 Euro/bzw. 7 Euro ermäßigt

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