Kratzer, Hitze oder Feuchtigkeit können Speichermedien unlesbar machen – Disketten, USB-Sticks, Festplatten. Wie also können digitale Daten dauerhaft gesichert werden?

Commodore 64, Atari 1040: Das sind Bezeichnungen für Geräte, mit denen das digitale Zeitalter bei vielen Menschen in den privaten Haushalt eingezogen ist. Und zugleich die Gewöhnung an Datenverlust, denn die Dateien dieser frühen Heimcomputer sind mit modernen PCs nicht mehr ohne weiteres lesbar. Mit solchen Problemen haben auch Bibliotheken und Archive zu kämpfen, zum Beispiel im Hessischen Hauptstaatsarchiv und im Literaturarchiv in Marbach.

Ein Beispiel: Der Medienphilosoph Friedrich Kittler übergab dem Literaturarchiv unlängst 7 PCs, 2 Laptops, 9 Festplatten, unzählige Disketten und CDs – insgesamt 1,7 Millionen Dateien, anhand derer eines Tages das Entstehen seiner Werke rekonstruiert werden soll. Zunächst müssen aber die unter veralteten Betriebssystemen gespeicherten Daten wieder greifbar gemacht werden.

Silke Schmidt-Thrö hat für Wissenswert einige Archivare bei ihren Versuchen, digitale Daten zu restaurieren, begleitet.

Zum Wissenswert-Podcast

Jetzt im Programm