Die Angst vor Corona hat eine jahrhundertealte Kulturtechnik fast vollständig zum Verschwinden gebracht: das Händeschütteln. Ein Ritual zur Begrüßung und zum Abschied, bislang unverzichtbar im menschlichen Miteinander.

Vor allem im formelleren Rahmen war Händeschütteln eine verbreitete Geste, also unter Bekannten, Geschäftspartnern und Politikern. Aber auch wenn man sich neu kennenlernte, konnte über das Ritual des Händedrucks eine erste Verbindung und Vertrauensbasis hergestellt werden. Der Mensch ist auf Berührungen angewiesen, sagen Psychologen, denn Berührungen stärken und verbinden uns.

Doch spätestens seit März dieses Jahres ist die Geste des Händeschüttelns fast vollständig aus unserem Alltag verschwunden. Statt für Zuwendung und Respekt steht der Händedruck nun für Ansteckungsgefahr. Um der Ausbreitung der Coronaviren keine Chance zu geben, heißt die Ansage ganz klar: Hände weg!

Was macht es mit uns, wenn wir ein so altes Ritual wie das Händeschütteln nicht mehr ausüben können oder dürfen? Wird das Händeschütteln Corona überleben?

Karin Trappe zeichnet in ihrer Wissenswert-Sendung Herkunft, Bedeutung und Zukunft des Händeschüttelns nach.

Den Podcast zur Sendung finden Sie hier.

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