Bislang sorgten Viren insbesondere dann für Aufsehen, wenn sich ihre Erbsubstanz als gefährlich für Mensch und Tier oder für Pflanzen erwies. Daher wurden Viren vor allem erforscht, um sie bekämpfen zu können.

Zu den Lebewesen jedenfalls zählte man die Viren nicht, denn man ging davon aus, dass sie sich nicht selbständig vermehren können; Viren galten außerhalb der Zellen von Tieren, Pflanzen oder Bakterien als völlig inaktiv – als gleichsam tote organische Materie. Dann aber entdeckten Forscher vor ein paar Jahren immer mehr sogenannte Megaviren: Riesenviren, die auch außerhalb von Wirtszellen biologisch aktiv sein können.

Dagmar Röhrlich hat sich von den Forschern das neue Bild der Viren erklären lassen, das zurzeit durch die Erforschung der Riesenviren entsteht. Und dieses Bild hat womöglich unabsehbare Folgen für unser Wissen um die Entstehung des irdischen Lebens: Sind die Megaviren womöglich – am Beginn aller Evolution – unabhängig von den Vorfahren der Tiere, Pflanzen und Bakterien entstanden?

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