Angkor Wat lockt jedes Jahr Millionen Besucher nach Kambodscha. Die meisten Touristen sehen aber nur die Großartigkeit der Tempel, sie wissen wenig über die dramatische Geschichte des Landes.

Was Pol Pot in knapp vier Jahren in den 1970ern zerstörte, ist bis heute nicht wieder aufgebaut. Die gebildete Mittelschicht wurde ausgelöscht, die Überlebenden kämpfen mit ihren Erinnerungen und geben das Trauma an ihre Kinder weiter. Kambodscha ist heute eins der ärmsten Länder der Welt. Anders als viele andere Entwicklungsländer leidet Kambodscha nicht nur unter Dürre, Überschwemmungen, Ernteausfall und Korruption. Armut ist in Kambodscha auch ein Bildungsproblem und die Folge des jahrzehntelangen Traumas. Viele Menschen in Kambodscha wissen bis heute nicht, wie (Über-)Leben geht.

Pol Pot

Daniella Baumeister hat auf ihrer Reise durch ein wunderschönes, aber kaputtes Land, Pol-Pot-Überlebende und Bürgerkriegs-Überlebende getroffen, aber auch einen NGO-Gründer, einen deutschen Entwicklungshelfer und einen Mönch, die mit ihren Mitteln versuchen, das Land wieder aufzubauen und den Menschen Selbstbewusstsein und Perspektive zurückzugeben. Und das geht über herkömmliche Entwicklungshilfe und Lesen- und Schreibenlernen weit hinaus.

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