Man nannte sie Gastarbeiter, dabei wurden sie nicht gerade gastfreundlich empfangen. „Wir riefen Gastarbeiter, aber es kamen Menschen,“ schrieb Max Frisch.

In einigen Nischen entstehen bald „Songs of Gastarbeiter“, wie Autor Imran Ayata sie nennt. Auch der deutsche Schlager versucht mit den Einwanderern klarzukommen, mit eher mäßigem Erfolg – „Zwei kleine Italiener“, singt Conny Froboess 1962, ohne Bewusstsein für Diskriminierung oder Rassismus.

Ein halbes Jahrhundert später ist HipHop, das populärste Pop-Genre weltweit, auch in Deutschland geprägt von den Nachfahren der sogenannten Gastarbeiter. Rapper*Innen wie Ebow oder Haftbefehl erfinden buchstäblich eine postmigrantische Sprache und treten heraus aus den vorgesehenen Nischen. Ihre Texte und ihre Musik sind gleichermaßen politischer und künstlerischer Ausdruck.

Klaus Walter beschreibt in dieser Folge seiner Popstories „Ohne Migration kein Pop“ die internationale Einwanderung in die deutsche Musik.

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Zum Artikel Ohne Migration kein Pop (Teil 4) - Songs of Gastarbeiter: Vom Schlager zum deutschen Rap

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