Vor 50 Jahren war in Frankfurt ein Ausnahme-Jahr. Neben Berlin und Paris wird die Stadt am Main zu einer der Hauptstädte des Protestes in Europa.

Studenten sprengen Lehrveranstaltungen und machen daraus Teach-Ins. Die Goethe-Universität wird zeitweilig umbenannt in „Karl-Marx-Universität“. Der SDS, der Sozialistische Deutsche Studentenbund, organisiert lautstark eine außerparlamentarische Opposition gegen die geplanten Notstandsgesetze. Der US-Krieg in Vietnam liefert ebenfalls Zündstoff für den Protest.

In Frankfurt lehren damals Max Horkheimer und Theodor W. Adorno am Institut für Sozialforschung. Die nach dem Krieg aus dem Exil zurückgekehrten Philosophen der „Frankfurter Schule“ gelten als glaubwürdige Kritiker der herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse. Ihre „Kritische Theorie“ wird das intellektuelle Werkzeug für die studentische Revolte.

Und dann fliegen in Frankfurt auf einer SDS-Delegiertenkonferenz auch noch die berühmten Tomaten, um auf die Arroganz der männlichen SDS-Mitglieder gegenüber ihren weiblichen Genossinnen aufmerksam zu machen. Sie werden zum  Auslöser einer neuen Frauenbewegung.

hr-iNFO Wissenswert über das bewegte und bewegende Jahr der Rebellion in Frankfurt, seine Akteure und das, was bis heute davon geblieben ist.

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Revolten-Stimmung - 1968 in Frankfurt

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