Der Handel mit afrikanischen Sklaven zählt zu den finstersten Kapiteln der abendländischen Geschichte. Doch noch ehe Europas Kolonialherren Afrika aufteilten, blühte schon lange ein innerafrikanischer Menschenhandel: Afrikaner jagten Afrikaner und verkauften ihre Opfer an muslimische Sklavenhändler.

Historiker sprechen von 17 Millionen Menschen, die durch die Sahara verschleppt wurden. Falls die Sklaven die Gewaltmärsche durch die Wüste überlebten, wurden sie auf die arabische Halbinsel oder nach Persien verschifft und später auch nach Amerika weiterverkauft.

Während die Europäer ihre afrikanischen Kolonien skrupellos ausbeuteten, schafften sie gleichwohl den Sklavenhandel innerhalb Afrikas ab. Sie führten Kriege gegen einheimische Stammesfürsten, die den für sie profitablen Sklavenhandel weiterführen wollten.

In Afrika und in der islamischen Welt herrscht über diese Vergangenheit weitestgehend Schweigen. Der innerafrikanische Sklavenhandel - ein Tabuthema.

Rebecca Hillauer führt in ihrer Wissenswert-Sendung mitten hinein in ein Stück verdrängter Geschichte. Vom ältesten globalen Sklavenmarkt der Welt schlägt sie den Bogen zu brandaktuellen Debatten rund um die Rückgabe afrikanischer Kultgegenstände und Forderungen nach finanzieller Wiedergutmachung durch die ehemaligen Kolonialmächte.

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Sklavenhandel in Afrika - eine verborgene Geschcihte

Das Manuskript zur Sendung [PDF - 95kb]

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