In ganz Deutschland sprechen die jungen Menschen kaum noch Dialekt. Marburger Forscher versuchen, dieses Phänomen zu ergründen – und sie gehen auch der Frage nach: Was geht dabei verloren?

Das Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas sammelt seit 2008 Belege für die heute in Deutschland gesprochene Sprache: 700 Menschen an 150 Orten wurden befragt, genauer: Es wurden Sprechproben von ihnen aufgezeichnet. So entstand ein riesiger Datensatz, der zurzeit ausgewertet wird und bis 2017 komplett online verfügbar sein soll. Teilnehmer an diesem linguistischen Großprojekt namens Regionalsprache.de, kurz Re'de, waren vor allem ältere Landwirte und Handwerker, mittelalte Polizisten sowie frisch gebackene Abiturienten – Sprecher aus drei Generationen.

Inzwischen liegen die ersten Zwischenergebnisse vor. Das wichtigste dabei: Es gibt weiterhin deutliche sprachliche Unterschiede in Deutschland. Aber tatsächlich verschwinden die Dialekte immer mehr, dafür haben sich so genannte Regiolekte entwickelt. Karin Trappe hat die Dialektforscher in Marburg besucht.  

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