Die Sendung: Hintergründe, Analysen und Meinungen zum aktuellen Geschehen in Hessen, Deutschland und der Welt

Das Thema: Zwischen den Menschen und dem Regime: Humanitäre Hilfe für Afghanistan?

Afghanistan steht momentan ganz besonders im Fokus. Sollte weiter humanitäre Hilfe geleistet werden, wo die Taliban nun die Gewalt im Staat übernommen haben? Könnten damit die Menschen vor Ort unterstützt werden? Oder stärkt man damit mehr dem neuen Regime den Rücken? Außenminister Maas hatte in der vergangenen Woche den Taliban gedroht, jede finanzielle Unterstützung für das Land einzustellen, wenn die radikal-islamischen Kämpfer ein Kalifat errichten würden. Laut Maas zahlt die Bundesrepublik derzeit rund 430 Millionen Euro Entwicklungshilfe an Afghanistan. Deutschland ist damit der zweitgrößte Geber in dem zentralasiatischen Land. Das Geld fließt unter anderem in die kommunale Infrastruktur sowie die wirtschaftliche Entwicklung und gute Regierungsführung. Die meisten Projekte, die von Deutschland finanziert werden/wurden, sind in den nördlichen Provinzen und in der Hauptstadt Kabul.

Wir sprechen mit Stefan Recker, Leiter der Caritas International in Kabul, Afghanistan

Carsten Wieland, Syrien-Experte

hr-iNFO-Exklusiv: Interview mit Frankfurter SEK Mitgliedern

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat am 09. Juni bekannt gegeben, dass gegen 19 Polizisten und einen ehemaligen Polizisten, wegen des Verbreitens von volksverhetzenden und kinderpornographischen Inhalten in verschiedenen Chatgruppen, ermittelt wird. Die Polizisten sind Mitglieder des SEKs. Einen Tag später hat Innenminister Peter Beuth (CDU) das SEK Frankfurt aufgelöst. Jetzt haben zwei Mitglieder der Truppe dem hr ein Interview gegeben, obwohl sie unterzeichnet haben, nicht mit der Presse zu sprechen. Die beiden dementieren, dass Nazi-Symbole in den Chats verbreitet wurden. Es gebe nur einige satirische Beiträge. Niemand beim SEK sei rechtsextrem. Korpsgeist werde bei ihnen großgeschrieben, da sie sich in lebensgefährlichen Situationen aufeinander verlassen müssten. Untereinander würden sie teils eine derbe Sprache verwenden. Die SEK Mitglieder werfen Innenminister Beuth vor, dass er sie vorverurteilen würde, obwohl die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind. Daher ergeben sich das Gefühl, keine Rechte zu haben. Sie kritisieren auch die Aussage von Beuth, dass niemand der Verdächtigen mehr in einer hessischen Spezialeinheit Dienst tun werde. Vorher hätten sich der Minister und andere in den Erfolgen des SEKs gesonnt, jetzt würden alle öffentlich auf sie einprügeln. Beuth habe schon im April von den Chats gewusst und das SEK dennoch im Einsatz gelassen. Der Minister schade mit der Auflösung des SEKs der Polizei.

Wir sprechen mit Heike Borufka, hr-iNFO Gerichtsreporterin

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