Die Sendung: Das Thema, Hintergründe, Analysen und Meinungen zum aktuellen Weltgeschehen, dazwischen alle 30 Minuten Nachrichten, Wetter und Verkehr.

Das Thema: Handel oder Haltung? Deutschlands schwieriger Umgang mit China

China ist der wichtigste Handelspartner Deutschlands. Ein Großteil des deutschen Wohlstands hängt direkt oder indirekt an den guten Geschäften, die deutsche Unternehmen in der Volksrepublik machen. Allen voran freut sich die Automobilindustrie. Denn die verkauft ihrer Luxuskarossen reichlich ins Reich der Mitte. Kaum einer in den in den Chefetagen deutscher Konzerne stört sich am zunehmend aggressiven Auftreten der kommunistischen Staatsführung - zumindest, solange sich dieses gegen andere Staaten richtete. Immerhin: Ziemlich genau vor einem Monat hat die Europäische Union erstmals seit mehr als drei Jahrzehnten wieder Sanktionen wegen Verletzungen der Menschenrechte gegen China verhängt. Trotzdem, China kann im Moment vor Kraft kaum laufen. Während Europa noch mitten in der dritten Welle steckt, ist die Pandemie in China schon fast wieder Schnee von Gestern. Experten sind sich einig: das Weltmachtgefüge hat sich durch Corona zugunsten von China verschoben. Mitten in dieser Gemengelage laufen die deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen und zwar unter Leitung von Merkel und Ministerpräsident Li Keqiang.

Wir sprechen mit: Mareike Ohlberg, Sinologin, German Marshall Fund Berlin

Reinhard Bütikofer, Chef der China-Delegation im EU-Parlament

Impfneid und Impfscham - Was tun dagegen?

Das Impftempo zieht an in Deutschland. Das merkt man am deutlichsten daran, dass bei einer kleinen Umfrage im Kollegen-, Freundes- und Bekanntenkreis immer mehr jüngere Menschen angemeldet sind oder ihre erste Impfung bereits bekommen haben. Haben sie sich etwa vorgedrängelt? Da wäre der 40-jährige Nachbar, dessen Freundin schwanger ist, der 50-jährige Kaminkehrer, der als Pflegekontakt für seine alte Mutter registriert ist, während die eigene Mutter noch nicht mal geimpft ist, oder eben auch der 50-jährige Kollege mit Vorerkrankung. Doch auf die Frage: bist du schon geimpft?“ Ist bei vielen ein seltsames, kurzes Zögern zu beobachten. Manche trauen sich kaum zu sagen, dass sie schon geimpft wurden, andere haben Angst, als Letzte dran zu sein. Woher kommen diese beiden Gefühle – also Impfneid und Impfscham?

Wir sprechen mit: Prof. Rolf van Dick, Leiter Sozialpsychologie, Uni Frankfurt

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