Die Sendung: Hintergründe, Analysen und Meinungen zum aktuellen Geschehen in Hessen, Deutschland und der Welt

Das Thema: Chefsache Klima – Was bringt der UN-Gipfel in Glasgow?

Die COP in Glasgow ist Klimagipfel Nummer 26. Er findet statt, mehr als ein Vierteljahrhundert nach dem ersten dieser UN-Treffen in Berlin. Große Erwartungen begleiten die Veranstaltung. Sie wird zeigen, ob das Pariser Abkommen von 2015 funktioniert. Die Staaten verpflichteten sich damals, die Erderwärmung bei zwischen 1,5 und zwei Grad zu stoppen. Glasgow ist der erste Bilanzgipfel zu Paris. Die COP26 wird viel Aufmerksamkeit erzeugen – angesichts der sich weltweit zuspitzenden Klimakrise. Die jüngste UN-Bilanz fällt reichlich ernüchternd aus. Das Umweltprogramm Unep hat in seinem „Emissions Gap Report“ errechnet, dass mit den vorliegenden CO2-Reduktionsplänen weltweit allenfalls eine Begrenzung der Erderwärmung auf 2,7 Grad zu schaffen ist. Damit würde das 1,5-Grad-Limit deutlich verfehlt, und auch die absolute Obergrenze für eine noch auszuhaltende Aufheizung der Atmosphäre von zwei Grad würde gerissen. Dabei ist sich die Wissenschaft einig, dass jedes Zehntelgrad zusätzlich gravierende Konsequenzen hat, weil damit Extremwetterereignisse häufiger und heftiger werden und Kipppunkte im Klimasystem irreversibel überschritten werden könnten.

Wir sprechen mit Svenja Schulze, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (SPD)

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