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Das Thema: Zwischen Fortschritt und "Bla Bla" - Das Ende der UN-Klimakonferenz

Am 31. Oktober ist in Glasgow die UN-Klimakonferenz gestartet. Und heute ist ihr letzter Tag - jedenfalls offiziell, in der Vergangenheit ist bei diesen Klimagipfeln immer noch weiterverhandelt worden, immerhin müssen ja noch alle 197 Staaten einem Beschluss zustimmen. Was steht bis jetzt auf der Habenseite? Einige große Ankündigungen. Zum Beispiel die, dass die USA und zahlreiche andere Länder ab Ende des nächsten Jahres keine Kohle-, Erdöl- und Erdgasprojekte im Ausland mehr finanzieren werden. Oder zum Beispiel die, dass über hundert Staaten versprochen haben, bis 2030 die Zerstörung ihrer Wälder zu stoppen. Das klingt vielversprechend. Und dennoch reißt die Kritik von Umweltaktivisten nicht ab. Denn zum einen muss immer noch mehr getan werden, um die Erderwärmung bei unter zwei Grad zu stoppen. WENN alle Staaten ihre Versprechungen einhalten, sind wir am Ende des Jahrhunderts bei 2,4 Grad, das ist weniger als zuletzt, aber mehr als in Paris vereinbart. Und zum anderen ist eben auch dieses WENN das Problem, denn es sind ja noch nicht einmal die Versprechungen von Paris eingelöst, im Gegenteil, die Emission von Treibhausgasen ist so hoch wie nie. Vielleicht sollte man also auch bei den Versprechungen aus Glasgow skeptisch sein.

Wir sprechen mit Prof. Antje Boetius, Direktorin Alfred-Wegener-Institut

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