Bernhard Grzimek widmete dem Menschen in seinem berühmten "Tierleben" ein ganzes Kapitel - gibt es doch ausreichend Belege dafür, dass der Mensch ein Primat ist, somit ins Tierreich gehört und ebenso wie andere Tiere der Evolution unterliegt.

Wie sich der Mensch aus affenartigen Vorfahren entwickelt hat, steht im Zentrum der sogenannten Paläoanthropologie, einer hochdynamischen Wissenschaft. In sie taucht diese Folge des hr-iNFO-Funkkollegs ein und fragt: Was sind die Merkmale, die den Menschen als Mensch charakterisieren und von den übrigen Tieren abheben? Was ist die wissenschaftlich aktuelle Meinung zur Menschwerdung? Trägt die bekannte Erklärung der Herkunft "out of Africa" noch? Was ist an der Theorie "out of Asia"?

Und warum fällt es uns so oft so schwer, unseren Platz im biologischen Gefüge zu akzeptieren? Manch Forscher wollte die "tierische Abstammung" widerlegen, andererseits behandelten die Völkerschauen des 19. und 20. Jahrhunderts Menschen anderer Länder wie Tiere. Woran liegt das? Ist es eine Folge der kulturellen Evolution? Oder Folge religiöser Überprägung? Der Aufklärung? Lieber als sich als Tier zu erkennen, erhebt sich der Mensch über andere Tiere, Stichwort Speziesismus, und betrachtet kaum eins als ebenbürtig. Mit welchem Recht halten wir uns für besser? Ist es Selbstüberschätzung? Ein Kommunikationsproblem, weil wir die Sprachen vieler Arten nicht verstehen? Liegt es an fortschreitender Naturentfremdung? Was ist das Besondere am Menschen, das ihn zu solch einer ambivalenten Spezies macht?

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