Einer der ältesten "medizinischen Assistenten" aus dem Tierreich ist der Blutegel. Der Regenwurmverwandte startete seine Karriere im Gesundheitssektor vor über 5.000 Jahren. Heute hilft er vor allem beim Behandeln von Arthrosen oder Thrombosen.

Einer der vielseitigsten "Assistenten""ist hingegen das Schwein: Weil aus seiner Bauchspeicheldrüse Insulin für Diabetiker gewonnen werden kann. Und weil es aufgrund physiologischer Ähnlichkeiten mit dem Menschen zum wichtigen Organspender und Modellorganismus der Biomedizin geworden ist.

Affen stehen dem Menschen zwar verwandtschaftlich viel näher als Schweine. Als Organspender kommen sie genau deswegen aber nicht in Betracht. Die Ethik verbietet es. Die Biologie auch. Denn Krankheiten werden zu leicht zwischen den Spezies übertragen. Für die Entwicklung von Impfstoffen oder Aids-Medikamenten ist die nahe Verwandtschaft jedoch sehr interessant. Hier wie in vielen anderen Fällen fängt die Humanmedizin von heute beim Tier an. Und manchmal hört sie auch dort wieder auf. So sind einige Anwendungen, die entwickelt wurden, um Menschenleben zu retten, nun auch in der Veterinärmedizin zugelassen.

Diese Folge des hr-iNFO-Funkkollegs zeigt an unterschiedlichen Beispielen, wie und in welchem Maße Tiere die Humanmedizin bereichern können - von innerer Medizin bis Chirurgie. Welcher Aufwand steckt dahinter? Welche Tiere kommen weshalb wofür in Betracht? Welche Vorsichtsmaßnahmen sind zu treffen?

Den Podcast zur Sendung finden Sie hier.

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