Dank Hightech werden immer mehr zoologische Untersuchungen möglich, die lang als undurchführbar galten. Zum Beispiel lassen sich große Datenmengen über Tiere sammeln und anschließend als Frühwarnsystem für Naturkatastrophen oder zur Gesundheitsüberwachung von Nutztieren nutzen.

Drohnen werden beim Schützen seltener Arten eingesetzt oder um Tiere in schwer zugänglichen Gebieten zu erforschen – Pinguine in der Antarktis etwa oder Wale im Meer. Beim Projekt ICARUS, dessen Ziel eine umfassende Erdbeobachtung mit Hilfe von Tieren ist, versehen Forscher*innen Tiere mit Minisendern – vor allem um herauszufinden, wie sie wandern. Die Empfangsantenne dazu befindet sich auf der Internationalen Raumstation, ISS.

In der zoologischen Forschung passiert es aber auch immer wieder, dass neue Techniken alten Methoden zu neuer Konjunktur verhelfen – wie etwa im Fall der Bioakustik. Nicht immer sind dann übrigens hochspezialisierte Professor*innen am Werk. Mitforschen kann man nämlich auch ohne Biostudium, als „Bürgerwissenschaftler*in“. Was motiviert solche interessierten Laien? Wie blicken die „echten Wissenschaftler“ auf sie? Und für welche Studien braucht es das Bürgerengagement am dringendsten? Inzwischen kommt der Bürgerwissenschaft sogar eine politische Dimension zu.

Viele, die meinen, dass die gesellschaftlichen Akteure zu wenig für die Umwelt tun, steuern dagegen, indem sie sich als Bürgerwissenschaftler*innen engagieren. Und Forscher*innen selbst sagen: Eine Förderung der Bürgerwissenschaften könnte hervorragend zu einer breiter verankerten, besser verstandenen, freieren und leichter zugänglichen Wissenschaftslandschaft führen.

Den Podcast zur Sendung finden Sie hier.

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