Tiere begleiten uns von klein auf. In der Natur, als Haustiere, im Zoo - oder als Helden in Büchern, Spielen, Film und Werbung. Nicht selten werden sie dabei vermenschlicht.

Vieles, was uns dort gefangen nimmt, hat mit tierischer Wirklichkeit nichts zu tun. Trotzdem prägt es unseren Umgang mit Biene, Affe oder Bär, und für Trickfilmzeichner*innen, Autor*innen oder Marketingexpert*innen kann es Teil des Berufs werden, solche Wunschbilder zu formen.

Warum sehen wir so gern im Tier den Menschen? Wo nahm diese Faszination ihren Anfang? Wie prägt sie sich heute aus? Werden Tiere für uns wertvoller, wenn ihre Eigenschaften sie in unsere Nähe rücken? Was macht dem Tier Mensch, dem Primaten, andere Tiere sympathisch oder unsympathisch? Wie sehr stecken wir Arten dabei Schubladen?

Diesen Fragen geht die Auftaktfolge des hr-iNFO-Funkkollegs „Mensch und Tier“ nach. Sie fragt aber auch, ob das von Wissenschaftler*innen oft abschätzig beurteilte Vermenschlichen nicht auch nützlich sein kann. Für die Pädagogik etwa. Oder die Forschung: Wir wissen inzwischen, dass Bienen rechnen können, Fische Werkzeuge benutzen und sich Katzen ähnlich an ihre Halter binden wie Kleinkinder an ihre Eltern. Speziell die Anhänger*innen der „New Ethology“, einer Sparte der Verhaltensbiologie, sagen: Reflektiert betrachtet helfen uns solche Parallelen, Tiere besser zu verstehen. Und manchmal auch uns selbst.

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Zum Artikel Find' Dich selbst im Dschungelbuch - Über die Vermenschlichung tierischer Helden (Folge 01)

hr-iNFO Funkkolleg Mensch und Tier
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