Einerseits rottet der Mensch Tiere aus, andererseits züchtet er beständig neue: Haustiere - optimierte Geschöpfe, die besser zu seinen Bedürfnissen passen.

Ihre Vielfalt ist groß, reicht von den verschiedenen Hunde- und Katzenrassen über Mastschweine und Zuchtbullen bis zu besonders schön singenden Kanarienvögeln und fluoreszierenden Fischen.

Liegt bei manch überzüchteter Haustierform die Frage auf den Lippen, ob es so etwas überhaupt geben muss, verbergen sich hinter anderen wahre Multitalente. So sind Hunde nicht nur die "ältesten Freunde der Menschen", sondern sie suchen auch Lawinenopfer oder erschnüffeln Drogen und sogar Leichen. Hausschweine hüten Schafe, finden Trüffel und liefern Fleisch. Aber auch Ratten und sogar Insekten haben längst Jobs für die Menschen übernommen.

Der Prozess, der solche Wunderwesen hervorbringt, heißt Domestikation. Welche Methoden und geschichtlichen Wurzeln liegen ihr zugrunde? Ab wann ist ein Tier überhaupt domestiziert? Ist es schon der Löwe im Zoo -  oder ist der noch ein Wildtier? Welche Folgen hat die Domestikation für Tier - und Mensch? Wo überschreitet die Zucht ethische Grenzen? Und wie sollte der Zootierhandel sinnvoller Weise mit der "Ware Haustier" umgehen, damit angesichts des Kommerzes die Würde des Tieres gewahrt bleibt?

Der Verzicht auf Haustiere erscheint uns unvorstellbar, doch was macht sie so unentbehrlich? Und wie sieht ein guter Umgang mit Haustieren heute aus?

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Buchtipp:
PRECHT, Richard David (2016): Tiere denken. Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen. München: Goldmann Verlag, EUR 22,99. ISBN: 978-3-442-31441-6

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