In der Tierwelt finden sich Eigenschaften, die ganz anders sind als das, was wir von uns selbst kennen: Delfine können per Ultraschall navigieren, manche Krebse schlagartig ihre Farbe ändern.

Und Ameisen nutzen chemische Duftstoffe, um den Weg zur Futterquelle zu markieren. Schon lange müht sich der Mensch, solche ungewöhnlichen Konzepte nutzbar zu machen: So haben Ingenieure eine von Delfinen abgeschaute Technik entwickelt, mit der Tsunami-Frühwarnsysteme ihre Daten unter Wasser zuverlässig übertragen können.

Und die Wabenstruktur von Bienenstöcken dient als Vorbild etwa für ultraleichte Gebäude. Bionik, so nennt sich das Fachgebiet.

Aktuell sind die Bionik-Fachleute dabei, die Grenzen ihres Forschungsfelds spektakulär zu erweitern. Denn heute lassen sich auch die Software-Branche und sogar die Psychologie vom Tierreich inspirieren: So nutzen KI-Fachleute die Futtersuch-Strategie bestimmter Ameisen als Blaupause für neuartige Algorithmen.

Eine Forschungsgruppe an der Universität Bielefeld erforscht, inwieweit sich tierische Verhaltensweisen nutzbringend auf Maschinen übertragen lassen. Und andere streben gar nach dem komplett synthetischen Tier – der künstlichen Biene, die künftig statt des biologischen Originals das Bestäuben von Pflanzen übernehmen soll.

Den Podcast zur Sendung finden Sie hier.

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