Seit 1993 der erste Teil von "Jurassic Park" in die Kinos kam, halten sich die Spekulationen: Ließen sich ausgestorbene Spezies wie die ungebrochen populären Dinosaurier tatsächlich wieder zum Leben erwecken? Oder Mammuts? Höhlenbären? Neandertaler?

Genügend Arten, mit denen man es machen könnte, gibt es ja. Zum Beispiel sind 99 Prozent der Vogelarten, die jemals vorkamen, also die nächsten Verwandten der Dinos, schon ausgestorben. Darunter 1 m große Papageien und 100 kg schwere Pinguine!

Tatsächlich gab und gibt es diverse Initiativen, Arten wieder "zurück zu holen". Man spricht vom Lazarus-Effekt - nach der Geschichte, in der Jesus einen Mann von den Toten erweckt. Warum fasziniert uns diese Aussicht so sehr? Hat es etwas damit zu tun, dass wir im Herzen gern aktiv über Leben und Tod entscheiden wollen? Spricht daraus schlechtes Gewissen - zumindest bei den Arten, die erst in jüngerer Zeit verschwanden? Oder ist es ein Ausdruck der Neugier?

Und wie würde das "technisch" überhaupt funktionieren? Wären solche Techniken auch für den Artenschutz interessant? Oder sollte man die Ressourcen dafür besser gleich in den Schutz von Lebensräumen stecken? Und wie gehen Forscher*innen damit um, dass es völlig unklar ist, was solche Rückholbestrebungen für das existente organismische Leben bedeuten? Immerhin gibt es bereits genügend Beispiele für wohlgemeinte menschliche Absichten mit verheerenden Folgen für die Natur…

Den Podcast zur Sendung finden Sie hier.

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