Paulskirche

Die Paulskirche, ein Ort von nationaler Bedeutung und dennoch seit Jahren vernachlässigt, soll nun aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt werden. Bei einem Bürgerdialog am 21. August im Kaisersaal sind neben der Stadtpolitik auch Bürger aufgerufen mitzudiskutieren, was aus dem Demokratiesymbol werden soll.

Die Independence Hall in Philadelphia kennt jedes amerikanische Kind und jeder deutsche Tourist, verbirgt sich doch hinter ihren Mauern die Wiege der amerikanischen Demokratie: Hier wurde nicht nur die Unabhängigkeitserklärung, sondern auch die Verfassung der Vereinigten Staaten formuliert.

Weniger selbstverständlich für einen amerikanischen Touristen ist es dennoch, bei einer Reise nach Frankfurt auch dem deutschen Schauplatz der Demokratie einen Besuch abzustatten. Vielmehr sind die Apfelweinwirtschaften, der Main und die neue Altstadt Publikumsmagneten. Dass nur einen Katzensprung entfernt 1848 Geschichte geschrieben wurde, bleibt oftmals im Dunkeln.

Sanierung und Weiterentwicklung bis 2023

Genau das soll ich sich nun ändern, geht es nach der Stadtpolitik und Oberbürgermeister Peter Feldmann. Und weil 2023 unter anderem die Feier zum 175-jährigen Jubiläum des Paulskirchen-Parlaments zelebriert wird, soll die Sanierung und Weiterentwicklung bis dahin möglichst weit vorangeschritten sein. Das Planungsbüro Albert Speer + Partner GmbH hat im Auftrag der Stadt die Projektbausteine identifiziert und den Weg hin zu einer modernisierten Paulskirche und Demokratiezentrum beschrieben.

Im Gespräch mit AS&P-Partner Friedbert Greif, Professor Nicole Deitelhoff von der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung und Susanne Gesser, Leiterin des Jungen Museums Frankfurt, will Oberbürgermeister Peter Feldmann die Pläne erläutern und mit den Bürgern in den Paulskirchen-Dialog einsteigen. Den Rahmen für die Veranstaltung schafft die Schriftstellerin Nora Bossong, die zu musikalischer Begleitung die Kurzgeschichte "Kohle und Leinwand" in leichter Sprache über die Paulskirche liest.

Moderiert wird der Abend von Katja Marx, Hörfunkchefredakteurin des Hessischen Rundfunks.

Mitdiskutieren, mitentscheiden

Wie kann aus dem Bauwerk mehr als ein Erinnerungsort werden? Wie schafft Frankfurt einen Platz lebendiger Demokratie von nationalem, von europäischem Rang? Bürger, die diese und weitere Fragen am 21. August ab 20 Uhr im Kaisersaal mitdiskutieren möchten, sind eingeladen, sich per E-Mail bei der Stadt Frankfurt anzumelden. Bitte geben Sie bei der Anmeldung das Stichwort "Paulskirche" an.

Weitere Informationen
  • Datum: 21.08.2019, 20 Uhr
  • Veranstaltungsort: Römer/Kaisersaal
Ende der weiteren Informationen

Die Veranstaltung wird präsentiert von hr-iNFO.

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