LICHTER Filmfest im Web

Lichter Filmfest

Festivalkinos sind geschlossen, Social-Distancing ein Muss. Eine komplette Absage des Festivals kommt für die Macher des Lichter Filmfest aber nicht in Frage: Mit „LICHTER-On-Demand" wird das 13. LICHTER Filmfest vom 21. bis 26. April zu einem Online-Festival, um die Zeit der Selbst-Isolation mit Filmkultur zu beleben und gemeinsam solidarisch zu handeln.

Die letzten Tage haben es gezeigt: Ein Leben ohne Kunst und Kultur - für viele nicht vorstellbar. Kinos, Theater, Museen und Clubs gehören zu dem Leben wie der Schatten zum Licht. Bis sich die Menschen aber wieder sehen und gemeinsam an Filmen erfreuen dürfen, werden wohl noch ein paar Tage vergehen. Deshalb verlagert das LICHTER Filmfest einen Teil seines Programms auf eine Online-Plattform. Um die Kultur dahin zu bringen, wo alle Bürger*innen gerade die meiste Zeit verbringen: In die eigenen vier Wände. Vom 21. bis 26. April gibt es im Web als „LICHTER-On-Demand“ Filme und Gesprächsformate zu sehen.

Weitere Informationen

Alle Infos und aktuellen Hinweise finden Sie unter auf der Website des Lichter Filmfests.

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Die zweite Auflage des Kongresses „Zukunft Deutscher Film“ wird verschoben und ist nun frühestens für Herbst 2020 anberaumt. Im April soll dafür ein Podcast rund um filmpolitische Themen entstehen. Auch für die Ausstellung des 10. LICHTER Art Award bei der Ausstellungsplattform basis e.V. haben die Macher*innen des Festivals einen neuen Termin gegen Ende des Jahres gefunden.

Lichter Filmfest

Aufgrund des eng getakteten regionalen Kulturkalenders und dem knappen Budget des Festivals konnte die 13. LICHTER-Ausgabe nicht verschoben werden. Eine Absage kam für die Festivalleiter Gregor Maria Schubert und Johanna Süß aber nie in Frage: „Diese Krise trifft unsere gesamte Gesellschaft in einem ungeahnten Ausmaß. Wir sind sehr dankbar, dass unsere Hauptförderer in dieser schwierigen Zeit zu uns halten und ihre finanziellen Zusagen für das Festival einhalten. Dagegen sind unsere Festivalkinos durch ihre Schließungen unmittelbar existenzbedroht. Unser Alternativprogramm soll also nicht nur unsere Zeit in der Selbst-Isolation mit Filmkultur beleben, sondern auch die Kinos und die Filmschaffenden unterstützen.“

Als Online-Festival stellt LICHTER nun Filme aus dem ursprünglichen Programm vom 21. bis 26. April 2020 auf einer Streaming-Plattform zur Verfügung. Für eine Leihgebühr in Höhe von 8,00 Euro sind die Filme über den sechstägigen Festivalzeitraum als Video-on-Demand abrufbar. „Wir teilen die Einnahmen zwischen Festival, Verleihern und unseren Festivalorten auf“, sagt Schubert.

LICHTER-Bembel werden weiterhin vergeben

Freuen dürfen sich die Zuschauer*innen unter anderem auf Alexander Kluges neuen Film „Orphea“, der in diesem Jahr Weltpremiere bei der Berlinale feierte. „Kluge unterstützt unser Vorhaben ausdrücklich, den Film zu streamen“, so Süß. Neben einer Auswahl an Filmen der verschiedenen Sektionen wird der regionale Kurzfilmwettbewerb im Internet zu sehen sein. Die Zuschauer*innen prämieren den besten Kurzfilm mit einem Publikumspreis.

LICHTER-On-Demand soll keine simple Alternative zu den üblichen Streaming-Angeboten sein. Interviews mit Filmschaffenden und Panelgespräche zum Jahresthema „Macht“ werden als Podcasts und Videokonferenzen aufgezeichnet und bringen Festival-Feeling in den digitalen Raum. Der mit 3.000 Euro dotierte regionale Langfilmpreis der Dr. Marschner Stiftung sowie der mit 1.000 Euro dotierte Kurzfilmpreis werden weiterhin vergeben. Zwei Fachjurys beraten per Videokonferenz über die diesjährigen Preisträger*innen.

Daumenkino-Challenge

Für den kreativen Zeitvertreib ist auch das LICHTER-Publikum bis zum Beginn des OnlineFestivals am 21. April zu einem Wettbewerb aufgerufen. Bei der Daumenkino-Challenge heißt es: zum Stift greifen, seine eigene, kleine Geschichte erzählen und an info@lichterfilmfest.de senden. Die besten Daumenkinos werden über die sozialen Netzwerke des Festivals veröffentlicht. Zu gewinnen gibt es einen Festivalpass für LICHTER 2021.

Workshop der Filmkritik im Netz

Der Workshop der Kritik, bei dem alljährlich angehende Filmkritiker*innen im Rahmen von LICHTER grundlegendes journalistisches Handwerk erlernen, zieht vom ursprünglichen Festivalzentrum, der Volksbühne im Großen Hirschgraben, ins Netz um. Fachkundige Kritiker*innen diskutieren im virtuellen Raum mit Student*innen des hFMA-Netzwerks über die Merkmale eines guten Textes und die Potenziale von Podcasts für die Filmkritik.

Hauptförderer der 13. Ausgabe des LICHTER Filmfest Frankfurt International sind HessenFilm und Medien, das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, der Kulturfonds Frankfurt RheinMain sowie die Dr. Marschner Stiftung.

Hinweis:
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