„Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich; jede unglückliche Familie ist auf ihre Weise unglücklich.“ - Das hat Leo Tolstoi gesagt in „Anna Karenina“, und er kannte damals wohl nur das Vater-Mutter-Kind-Modell. Ob glücklich oder unglücklich: Heutzutage sind längst nicht mehr alle Familien einander ähnlich. Und jede Familie ist auf ihre Weise Familie. Es gibt die Kleinfamilie, die Großfamilie, die Patchwork-Familie. Es gibt alleinerziehende und gleichgeschlechtliche Elternteile. Und es gibt Menschen, die für Kinder gemeinsam und liebevoll Verantwortung tragen wollen, aber selbst von vornherein kein Liebespaar sind. Eine in früheren Zeiten undenkbare Vielfalt, die erfrischend viele Chancen bietet und die zugleich schwierige Fragen aufwirft: Was macht eine Familie zu einer Familie? Wann hat eine Familien-„Bande“ die stärksten Familienbande? Und vor allem: Was brauchen die Kinder? - Vielleicht würde Leo Tolstoi heute sagen: „Glückliche Familien müssen einander nicht ähneln. Aber jede Familie ist auf ihre Weise kompliziert.“ Zu Gast in der TAG-Familie sind diesmal die Journalistin und Autorin Anne Waak, der Autor und Blogger Jochen König und die Soziologin Nina Weimann-Sandig. Podcast-Tipp: Family Matters Unsere Familie ist unser Zuhause - aber genau wie das Zuhause eine Wohnung, ein Haus oder ein umgebauter Van sein kann, kann auch Familie anders aussehen als Mama, Papa, Kind. Im Podcast "Family Matters" spricht Verena Sierra mit Familien, die nicht dem klassischen Familienbild entsprechen: Da gibt es eine Mama, die mit zwei Papas Kinder hat und auch mit beiden zusammenlebt. Oder eine Familie, in welcher der Papa über 30 Jahre älter ist als die Mama und seine eigenen Enkel vielleicht nicht mehr kennenlernen wird. Wenn wir von solchen Familien hören, dann haben wir sofort zwei bis fünf Vorurteile im Kopf - die mal zu überprüfen und im besten Fall loszuwerden, das ist unser Ziel bei "Family Matters". https://kurz.sr.de/FamilyMatters

Autor: hr.INFO

Quelle: © Hessischer Rundfunk

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