Es ist eine Binsenweisheit: Alt werden will jeder, alt sein will keiner. Aber warum eigentlich nicht? Wer nicht jung stirbt, altert automatisch. Stellt irgendwann fest, dass der Körper sich verändert, das Bewusstsein aber nicht. Wie lernen wir, so gut wie möglich damit zurechtzukommen? Das Beste aus dem zu machen, was wir noch können? Unseren Platz in der Gesellschaft zu behaupten? Alt zu werden und ein erfülltes Leben zu führen? Auch wenn der Körper nicht mehr so funktioniert wie mit 25?

Im Alter trägt man die Konsequenzen für alles, was man getan hat, schreibt die Autorin Elke Heidenreich (81) in ihrem neuen Buch "Altern". Sie freut sich über die Erkenntnis, dass das meiste inzwischen vollkommen unwichtig ist und lebt nach der Devise: "Man sollte einfach atmen und dankbar sein."
Dagmar Fulle spricht mit Elke Heidenreich über die anstrengende Jugendzeit, die Gelassenheit des Alters und die Frage, ob man Lebenszufriedenheit lernen kann. Aber auch über Krankheit, Verluste und die Angst vor dem Tod.