Modeaktion „Dicke Pullis“ der Hochschule Hannover in Kooperation mit der Landeshauptstadt. Sie wirbt für mehr Klimaschutz und Energieeinsparung.

Alle reden vom Energiesparen. Aber wie sag ich's meinem Kind? Wie hält man Kinder dazu an, beim Strom und Heizen zu sparen? Und wie erklärt man ihnen, warum das auf einmal nötig ist? Unsere Reporterin hat mit Familien aus Frankfurt gesprochen.

Katharina Busch wohnt mit ihrer Familie im Frankfurter Norden. Sie hat eine sechsjährige Tochter und einen dreijährigen Sohn. "Wir haben tatsächlich den Kindern schon erklärt, dass wir ein bisschen aufpassen müssen", erzählt sie. "Also dass wir den Lichtschalter ausmachen müssen. Den Wasserhahn machen wir sowieso immer schon aus. Und mit der Heizung haben wir jetzt auch geguckt, dass wir uns dicker anziehen."

Sie versuchen ihnen auch Zusammenhänge zu erklären – so weit das bei kleinen Kindern eben möglich ist: "Das ist natürlich glaube ich nicht ganz logisch für Kinder, die im Alter zwischen zwei und sechs sind, ihnen zu erklären, warum wir jetzt Strom sparen, wenn in einem anderen Land gerade Krieg ist. Aber wir versuchen es", sagt Katharina Busch.

Erst benutzen, dann ausmachen

Bei Tochter Ada ist immerhin schon ziemlich viel hängen geblieben: "Immer wenn ich jetzt zum Beispiel den Wasserhahn benutze oder auch andere Geräte, die mit Wasser zu tun haben, sollte ich immer wieder ausmachen. Erstmal benutzen und dann wieder ausmachen."

Heike aus Frankfurt ist Mutter von zwei Kindern, die 11 und 16 Jahre alt sind. Auch bei ihnen ist Strom und Gas sparen ein Thema. Ihr Mann habe sich sogar "so eine Fritzbox gekauft, die man an verschiedene Steckdosen anschließen und gucken kann, wo ganz viel einzusparen ist oder wo ganz viel Strom weggeht."

Auch mit den Kindern haben sie darüber geredet, sagt sie. Der 11-jährige Felix hat sich auch schon selber über die sozialen Medien informiert und findet es gar nicht so schwer, sagt er. "Es ist zum Beispiel einfach, sich mal wärmer anzuziehen. Und dann auch immer den Fernseher auszustellen, wenn man weggeht."

Klappt nicht immer reibunsglos

Natürlich klappt das nicht immer reibungslos und sogar bei schon erwachsenen Kindern, die noch zu Hause wohnen, gibt es noch Diskussionen ums Energie sparen. So wie bei Monika Wiedenbeck und ihrer 18-jährigen Tochter Lea. "Ich hab ja auch LED-Lichter, wie viele Jugendliche, da kann man ja auch verschiedene Farben anmachen", erzählt Lea. Und die mache sie jeden Abend an, weil es so ein gemütliches Gefühl gebe. "Aber die Mama kommt immer hoch und wenn sie gute Nacht sagt, sagt sie auch jedes Mal: 'Und das Licht noch aus!', weil das halt mit der Steckdose angeschlossen ist."

Liebevolle generationsübergreifende Kabbeleien sind bei den beiden Alltag – auch beim Thema Navi auf dem Handy oder Karte. Die Tochter müsse eine Karte lesen können, sagt die Mutter. Dass sie ja Google Maps habe, zählt für die Mutter aber nur bedingt als Argument: Da sage ich, wenn Du kein Netz hast, hast du auch kein Google Maps." Aber: "Moment", entgegnet Tochter Lea. "Sie kann eine Karte lesen, ja okay, weil sie es früher gelernt hat. Aber mittlerweile: Ich sehe hier nur Google Maps bei ihr auf dem Handy. Sie fährt los und Google Maps wird angemacht. Also!" Da muss dann auch die Mutter lachen.

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